Museen Dachauer Land

Unsere Empfehlung für Nomvember 2015 auf der Seite der Museen Dachauer Land.

Birgittenbild

Ein Bild kehrt heim

Nach 200 Jahren kehrte 2015 ein großformatiges Andachtsbild der hl. Birgitta von Schweden in einem prachtvollen, vergoldeten Barockrahmen nach Altomünster zurück. Das Ölbild geht auf einen Kupferstich des Augsburger Stechers Georg Andreas Wolfgang (1631-1714) zurück und zeigt die Heilige, wie sie eine vom hl. Geist eingegebene Vision oder Offenbarung niederschreibt. Das Werk von um 1720 dürfte bis 1803 in Klosterbesitz gewesen sein, ehe es durch die Säkularisation in privatem Besitz gelangte und jetzt aus dem Kunsthandel zurückerworben werden konnte. Auf einen Hinweis von Heike Ehrenberger hin erwarben Antiquitätenhändler Peter Fink, Ehrenvorsitzender Peter Schultes und Prof. Dr. Wilhelm Liebhart die wertvolle und repräsentative Rarität in München. Spenden der Firma TBS, von Dr. med. Thomas Myslik, von Hannegret Neuwinger, Franz Schieri und Bezirkstagspräsident Josef Mederer ermöglichten den Kauf und die aufwändige Restaurierung.

Am Wertvollsten ist der Barockrahmen, der nicht bloß goldenes und dekoratives Beiwerk ist, sondern zentrale Symbole der hl. Birgitta aufnimmt, nämlich die fünf Wundmale Jesu Christi und Rosen. Das lateinische Schriftband hat den Text in deutscher Übersetzung: „O Gott, wie süß sind die Worte Deines Geistes“.

Die Präsentation im Juni 2015 war auch ein Fest für die beiden Birgittennonnen des Klosters Altomünster, die spontan das Birgittalied „Rosa rorans bonitatem“ anstimmten.