Internationaler Museumstag

Museum Altomünster präsentiert den Maler Bernd Schwarting

Zum internationalen Museumstag startet die Ausstellung „Himmelslicht und Nachtalb“ von Bernd Schwarting im Museum Altomünster.

„Himmelslicht und Nachtalb“ ist der Name einer ganz neuen Werkreihe des international bekannten Künstlers. Diese beinhaltet unter anderem seine Eindrücke, die er von seinen Besuchen im Markt Altomünster mitgenommen hat. „Mir ist wichtig, den Ort in den Mittelpunkt meiner Malerei zu stellen“, erklärt Schwarting, dessen Bilder sich in bedeutenden Sammlungen und Museen befinden. „Es sind ganz neue groß – und kleinformatige Gemälde, übermalte Kaltnadelradierungen und Malerei auf Papier entstanden“, ergänzt der Maler. „Ich freue mich sehr, dass wir einen bekannten Maler für die Ausstellung hier im Museum Altomünster gewinnen konnten“, sagt Prof. Wilhelm Liebhart, 1. Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins Altomünster e. V.

Schwartings Werke sind in flammender Intensität und leuchtendem Kolorit gemalt. Sie zeigen eine ganz neue Intensität und Dynamik, die sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat. „Das Wasser, sich brechende Wellen, mystische Wesen, dunkle und helle tier- und menschenhafte Wesen und immer wieder mehrere Dimensionen übereinander gelagert, bestimmen viele seiner neuen Bilder. Einzelne Bestandteile sind aus früheren Werkreihen erkennbar“, erläutert Susanne Allers, Projektbetreuerin der Ausstellung und Schatzmeisterin des Vereins. Die Mystik war bereits in den Antonia-Clara Bilder (2008) vorhanden und 2017/2018 konnte die Entwicklung der Farben und die plastische Darstellung von Formen, Kreisen, Wellen und Tentakeln sowie sich überlagernde Dimensionen in seiner Werkreihe Terra, Flora, Fauna beobachtet werden. Kräftige Ölfarben – in vorwiegend blauen und grünen Farbtönen – beherrschen nun die neuen Bilder. „Die Darstellungen in der neuen Werkreihe sind konkreter geworden. Bernd Schwarting hat hier eine Schärfe entwickelt, die in früheren Werken weniger vorhanden war. Die Möglichkeit der Interpretation der einzelnen Bilder hat sich verändert“, so Allers weiter.

Schwarting lebt und arbeitet derzeit im Kulturschmelztiegel Berlin. Er stellt schon jetzt in wichtigen Museen und Galerien in Europa und Asien aus, ist mit seinen Werken auf internationalen Kunstmessen zu Gast und in bedeutenden Sammlungen zeitgenössischer Kunst vertreten. Die Kunsthalle in Emden, das Osnabrücker Kunstmuseum, die Marburger Kunsthalle sowie das Museum Moderner Kunst in Passau, Stiftung Wöhrlen, richteten Schwarting bereits umfangreiche Einzelausstellungen seiner Bilder aus. Im Umkreis von Schwarting werden gerne immer wieder Maler wie Vincent van Gogh,  Anselm Kiefer oder auch William Turner, den großmeisterlichen Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts genannt. Schwarting wird unterstellt, er male schließlich in ähnlicher Intensität und in einer originären, einzigartigen Malweise, die ihresgleichen sucht.

 

Bis zum 30. August 2020 sind die Bilder unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften zu sehen. „Diplom-Biologin und unsere 2. Vorsitzende des Museums- und Heimatvereins Altomünster e. V., Regina Schüffner, hat das speziell auf das Museum zugeschnittene und amtlich anerkannte Hygienekonzept entwickelt“, ergänzt Liebhart. Der Katalog zur Ausstellung ist im Museum erhältlich. Samstags von 13 bis 16 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr ist das Museum geöffnet.

Susanne Allers, 17.05.2020